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Die gängigsten Warzenmittel

Damit geht es der Warze an den Kragen

Heutzutage kennen wir einige wirksame Warzenmittel aus der Apotheke. Doch das war nicht immer so. Bis heute ranken sich eine Menge Mythen und Aberglaube um Warzen und deren Behandlung.

So war man etwa im Mittelalter überzeugt an Warzen zu erkranken, wenn man auf eine Stelle trat, auf der sich ein Pferd gewälzt hatte. Auch das Händewaschen mit Wasser, in dem vorher Eier gekocht wurden, stand im Verdacht Warzen zu verursachen. Noch skurriler waren die Möglichkeiten, Warzen wieder los zu werden. Ein häufiges Vorgehen war, die Warzen bei Vollmond nachts auf dem Friedhof zu besprechen. Bei einer anderen Methode galt es, bei zunehmendem Mond jede Warze mit einer Erbse zu berühren, die Erbsen dann in ein Leinentuch zu binden und das Säckchen hinter sich zu werfen. So würden die lästigen Hautwucherungen sicher verschwinden, glaubte man.

Heute weiß man, dass das Besprechen von Warzen tatsächlich zu ihrem Verschwinden beitragen kann, da das Immunsystem angeregt wird, gegen die Warze vorzugehen. Besonders bei Kindern wirkt dieser Placebo-Effekt. Dafür gilt: je überzeugender die Umstände, desto wirksamer.

Warzen zu Hause selbst behandeln: So geht´s

Im Prinzip müssen Warzen nicht zwingend entfernt werden, da sie harmlos sind und häufig von selbst wieder verschwinden. Wenn sie allerdings schmerzen, stören, oder eine Ansteckungsgefahr für den Betroffenen selbst oder das Umfeld darstellen, sollten sie behandelt werden. Je frischer die Warze ist, umso leichter lässt sie sich entfernen. Um Warzen zu Hause wirksam zu behandeln gibt es verschiedene Möglichkeiten. Das sind die gängigsten Mittel gegen Warzen:

 

Warzenmittel zum Auflösen der Hornhaut

Da Warzen aus verdickter Hornhaut bestehen, gilt es diese aufzulösen. Dafür kommen Mittel mit Salicyl- oder Milchsäure in Frage. Diese können in Form einer Tinktur oder in einem Pflaster auf die Warze aufgetragen werden. Während das Pflaster einige Tage auf der betroffenen Stelle bleiben kann, muss die Tinktur zwei bis viermal täglich aufgetragen werden. Die gesunde Haut um die Warze herum sollte mit einer Fettsalbe geschützt werden, damit die Tinktur die gesunde Haut nicht beeinträchtigt. Für die Behandlung braucht man Geduld und Disziplin: Nach etwa 6-12 Wochen sollte sich die Warze abgelöst haben.

 

Ätzende Warzenmittel

Das hört sich schmerzhaft an, ist es aber zum Glück nicht. Dennoch muss man bei dieser Behandlungsmethode sehr sorgfältig und vorsichtig agieren. Dabei wird die Warze mit Ameisensäure oder Chloressigsäure regelrecht weggeätzt. Mit einem Spatel oder Stift wird der Wirkstoff gezielt einmal pro Woche auf die betroffene Stelle aufgetragen. Auch bei dieser Methode ist es besonders wichtig, die umgebende Haut zu schützen.

 

Warzen vereisen

Bei der sogenannten Kryotherapie (Vereisungsmethode) wird das Warzengewebe mit Hilfe eines Vereisungsmittels auf Minustemperaturen gebracht. Die Warze wird bei der Vereisung und beim anschließenden Auftauen so stark geschädigt, dass sie abstirbt und nach ca. 8–10 Tagen von allein abfällt. Die Vorteile: Meist genügt eine einzige Anwendung, die in der Regel weniger als eine Minute dauert und die Behandlung ist nahezu schmerzfrei. Zudem muss die umliegende Haut nicht geschützt werden. Besonders präzise vereisen Produkte, die die Kälte mithilfe eines Metallstiftes punktgenau auf die Warze leiten. (z. B. Wortie®).