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Warze aufgekratzt?

Was nun zu beachten ist

In der Regel verursachen Warzen, mit Ausnahme von älteren Dornwarzen, weder Schmerz noch Juckreiz. Dennoch sind sie äußerst unangenehm und je nach betroffener Körperregion kann man oftmals nur schwer die Finger von ihnen lassen. Warum Sie es jedoch vermeiden sollten an einer Warze zu kratzen, zu drücken oder herumzuschneiden und was im Falle einer aufgekratzten Warze zu tun ist, erfahren Sie im Folgenden.

Frau fasst sich an Schulter - Warze aufgekratzt

Es gibt eine Vielzahl von Warzenarten. Die meisten von ihnen entstehen durch eine Infektion mit gutartigen humanen Papillomaviren (HPV), die durch kleine Verletzungen oder rissige Hautschichten in den Körper gelangen. Die so entstehenden Hautwucherungen sind ansteckend und werden meist als optisch störend empfunden.

Warzen: nicht kratzen, drücken oder schneiden

Egal, um welche Art Warze es sich handelt: Man sollte keinesfalls an ihr kratzen, drücken, zupfen oder gar herumschneiden. Andernfalls treten eine Reihe von Risikofaktoren auf.

1) Selbstinfektion mit weiteren Warzen:
Eine durch HPV verursachte Warze ist bereits in ihrem ursprünglichen Zustand hochansteckend. Durch das Aufkratzen oder Aufdrücken der Warze erhöht sich das Risiko einer Selbstinfektion mit dem Warzen-auslösenden Virus enorm. Durch Kratzen kann das Warzenvirus über weitere kleine Wunden, aufgeweichte oder rissige Haut, erneut in den Körper gelangen und löst die Entstehung neuer Warzen aus.

2) Ansteckung weiterer Personen:
Ebenso wie das Risiko einer Selbstansteckung erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass sich weitere Personen infizieren und sich folglich eine Warze bildet. Dafür reichen bereits eine kleine Verletzung und ein geschwächtes Immunsystem aus.

3) Entzündung der Warze:
Im schlimmsten Fall können Keime und Bakterien in die entstandene Wunde eindringen und so eine Entzündung bzw. „Zweitinfektion“ der Warze hervorrufen.

Warze aufgekratzt – was tun?

Bewusst oder unbewusst: Dass man an einer Warze etwas mehr gekratzt oder gedrückt hat als man sollte, ist schnell passiert. Besonders Kinder neigen dazu, Warzen aufzukratzen. Da sie darüber hinaus aufgrund verschiedener Faktoren anfälliger für Warzen sind als Erwachsene, ist es ratsam, eine Warze bei Kindern möglichst schnell zu behandeln, bevor überhaupt die Gefahr besteht, dass die Warze aufgekratzt wird und dadurch noch mehr Warzen hinzukommen. Das Vereisen der Warze ist dafür eine schnelle und gute Lösung, da sich dieser Vorgang zumeist unproblematisch in den eigenen vier Wänden durchführen lässt.

Ist eine Warze jedoch aufgekratzt worden, bevor man ihr durch eine Vereisung ein Ende setzen konnte, ist es wichtig, dass eine Selbstansteckung oder Entzündung verhindert und darüber hinaus vermieden wird, dass sich andere Personen ebenfalls infizieren. Zunächst sollte die aufgekratzte Warze und die umliegende Haut mit einem geeigneten Hautdesinfektionsmittel behandelt werden, sodass die Ausbreitung der Viren, aber auch das Eindringen von weiteren Keimen oder Bakterien, gestoppt werden. Im Anschluss daran sollten die Hände unbedingt gründlich gewaschen werden. Ebenso sollten möglicherweise infizierte Gegenstände, wie zum Beispiel das benutzte Handtuch, ausgetauscht werden. Damit der Austritt von virenhaltigem Sekret verhindert und weiteres Kratzen vermieden wird, empfiehlt es sich, ein Pflaster auf die entsprechende Warze zu kleben. Um kein weiteres Risiko einzugehen, sollte in absehbarer Zeit ein Dermatologe aufgesucht werden, der die aufgekratzte Warze begutachten und dann fachmännisch entfernen kann.

Vorsicht bei veränderten Warzen

In den meisten Fällen kann eine Warze unproblematisch durch Vereisung zu Hause entfernt werden. Dennoch ist besondere Vorsicht geboten, wenn an der Warze bereits in Eigenregie „herumgedoktert“ worden ist. Falls eine Warze blutet, eitert, nässt, sich verfärbt oder im besonderen Maße anschwillt, ist ein Besuch beim Hautarzt geboten.