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Wie entstehen eigentlich Warzen?

Alles über die Entstehung und Ansteckung von Warzen

Sie sind unansehnlich, unangenehm und die meisten von uns sind schon mit ihnen in Berührung gekommen – Warzen. Die kleinen oder größeren, meist weißlichen oder transparenten Hautwucherungen, im Lateinischen auch „Verrucae“ genannt, sind in der Regel gutartig. Allerdings sind Warzen ansteckend und werden fast immer als ästhetischer Makel empfunden. Etwa jeder Zweite war bereits einmal betroffen und somit zählen sie zu den häufigsten Hauterkrankungen in Deutschland. Warzen können am ganzen Körper vorkommen. Hände und Füße sind die Stellen, die am häufigsten betroffen sind.

Wie entstehen Warzen?

Warzen werden in den meisten Fällen durch gutartige humane Papillomaviren (HPV) verursacht, die durch kleine Verletzungen und trockene, rissige Hautschichten in den Körper eindringen. Ist das Immunsystem noch nicht ausgereift oder schwach, kann es das Virus nicht bekämpfen. Es löst eine unkontrollierte Vermehrung der Zellen aus, die die obere Hautschicht bilden. Dieser Zellüberschuss lässt eine dickere Hornhaut entstehen, die wir nach etwa zwei bis sechs Monaten als Warze wahrnehmen. Bis zur Ausbreitung bleibt die Infektion unbemerkt, weshalb die infizierten Zellen ungehindert wachsen können.

Anders verhält es sich bei Dellwarzen, die nicht durch HPV, sondern durch eine Unterart des Pockenvirus Molluscum contagiosum ausgelöst werden. Dagegen sind Entstehung und Ursachen von Alters- und Stielwarzen, die medizinisch gesehen nicht zu den echten Warzen gehören bislang noch nicht vollständig geklärt. An dem Hautwachstum ist nachweislich kein Virus beteiligt, daher sind Stiel- und Alterswarzen nicht ansteckend.
 

Sind Warzen ansteckend?

Echte Warzen sind ansteckend.. Das Risiko einer Ansteckung erhöht sich bei einem schwachen Immunsystem. Warzen treten daher bei Kindern häufiger auf als bei Erwachsenen, da ihr Immunsystem noch nicht vollständig entwickelt ist. Die humanen Papillomaviren können sich besonders an vielbesuchten, feuchten und warmen Orten, wie Schwimmbädern, Sporthallen oder Duschen, optimal entwickeln und einfacher in die aufgeweichte Haut eindringen. Bei Erwachsenen erhöht sich das Ansteckungsrisiko zudem bei Stress, Sorgen oder auch Schlafmangel, da diese Faktoren das Immunsystem schwächen und Viren sich einfacher ausbreiten können.
 

Die zwei Arten der Infizierung

Grundsätzlich spricht man bei der Infizierung mit humanen Papillomaviren von zwei Arten der Ansteckungen:

Der direkte Kontakt

Beim direkten Hautkontakt kann das Virus bereits durch einfache Handberührungen übertragen werden. Zudem kann die sogenannte „Selbstansteckung“ dafür sorgen, dass sich Warzen am Körper ausbreiten. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn die Warze aufgekratzt wird und das Virus über kleine Wunden in die Haut gelangt. Dort nistet er sich erneut ein und löst die Entstehung einer weiteren Warze aus.

Der indirekte Kontakt

Die ungeliebten Hautwucherungen werden indirekt über infizierte Gegenstände wie Handtücher, Rasierklingen und Oberflächen in Sporthallen, Schwimmbädern oder Saunen übertragen. Eine kleine Verletzung oder vom Wasser aufgeweichte Haut und ein geschwächtes Immunsystem reichen aus, damit sich das Virus ausbreiten und eine Warze entstehen kann.
 

Tipps zur Vorbeugung gegen Warzen

  • Tipp 1: Eine gute Hygiene ist das A & O
  • Tipp 2: Eine ausgewogene Ernährung und viel Bewegung für ein gestärktes Immunsystem
  • Tipp 3: In öffentlichen Einrichtungen, wie Schwimmbädern und Sporthallen, nicht barfuß laufen
  • Tipp 4: Immer ein eigenes Handtuch verwenden
  • Tipp 5: Den direkten Hautkontakt zu Betroffenen meiden
  • Tipp 6: Die Haut immer gut eincremen (um rissige Hautstellen zu verhindern)