altes Auto auf einer Wiese

Alterswarzen

Alterswarzen sind keine Seltenheit

Der medizinische Name für diese Warzenart lautet Seborrhoische Keratose. Sie treten meist nicht allein auf und sind wenige Millimeter bis mehrere Zentimeter groß, rund oder oval, hell bis bräunlich oder fast schwarz. Da sie sehr variabel aussehen können, unterscheiden Mediziner verschiedene Erscheinungsformen. So gibt es zum Beispiel gestielte Alterswarzen oder Stukkokeratosen, die flach sind und eine raue, weißliche Oberfläche aufweisen. Alterswarzen entstehen vorwiegend im Gesicht, am Handrücken, an der Brust, am Rücken sowie an den Vorderseiten der Arme und Beine. Die gutartigen Hautveränderungen betreffen vor allem Menschen über 50 Jahren.

Mit zunehmendem Alter können sogenannte Alterswarzen entstehen

Alterswarzen werden nicht durch humane Papillomaviren (HPV) verursacht und sind daher auch nicht ansteckend. Eine Weitergabe durch Hautkontakt oder ähnliches ist ausgeschlossen. Die Ursache für Alterswarzen ist nicht bekannt – möglicherweise liegt eine Veranlagung vor. Da Alterswarzen manchmal auch bösartigen Hautwucherungen oder Vorstufen von Hautkrebs ähneln können, sollte ein Hautarzt abklären, um welche Hautveränderungen es sich handelt.

Alterswarzen verursachen keine Beschwerden und sind in der Regel gutartig. Sind sie einmal da, gehen Alterswarzen allerdings nicht von selbst wieder weg. Wenn sie mechanischen Reizungen durch Kleidung ausgesetzt sind oder als kosmetisch störend empfunden werden, können die Warzen beim Arzt entfernt werden. Die Behandlungskosten trägt der Patient selbst. Besteht die Vermutung, dass es sich um eine bösartige Hautwucherung handeln könnte, wird die vermeintliche Alterswarze unter örtlicher Betäubung chirurgisch entfernt. Die Kosten trägt in diesem Fall die Krankenkasse.

Die Entfernung sollte durch einen Arzt erfolgen

Es gibt drei Methoden, die dem Hautarzt zur Entfernung von Alterswarzen zur Verfügung stehen. Zum einen kann der Dermatologe die Kryotherapie (Vereisungsmethode) anwenden. Dabei wird das Gewebe der Alterswarze für einige Sekunden bei tiefkalten Temperaturen vereist. Es treten dabei kaum Schmerzen auf, die Alterswarze fällt nach einigen Tagen ab und glatte Haut kommt zum Vorschein. Eine neuere Methode ist die Lasertherapie. Dabei wird das Gewebe mit Hilfe des Laserstrahls verdampft. Auch hier sind die Schmerzen nicht besonders groß. Die Abheilung verläuft etwas schneller als bei der Kryotherapie. Manchmal kann es zu Pigmentstörungen an der gelaserten Stelle kommen, diese verschwinden aber mit der Zeit wieder. Als dritte und letzte Option steht der chirurgische Eingriff zur Verfügung. Hier wird die Alterswarze mit einem Skalpell, mit elektrischer Schlinge oder scharfem Löffel entfernt. Aufgrund möglicher Komplikationen, wie Entzündung oder Narbenbildung, gilt diese Methode als veraltet.

Eine Behandlung mit herkömmlichen Warzenprodukten aus der Apotheke oder Hausmitteln ist bei Alterswarzen nicht ratsam, da es sich nicht um virusbedingte Hautveränderungen handelt.