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Dornwarzen: Schmerzen an den Fußsohlen

Wenn jeder Schritt schmerzt, ist schnelles Handeln gefragt

Wird plötzlich jeder Schritt von stechenden Schmerzen an der Fußsohle begleitet, ist schnelle und wirksame Hilfe gefragt. Eine Ursache von Fußschmerzen können Dornwarzen (auch Stech- oder Plantarwarzen) sein.

Dornen, Verzweigung, Äste

Dornwarzen sind medizinisch harmlose Hautwucherungen, die unter dem Fuß an Stellen auftreten, auf denen das gesamte Körpergewicht lastet, zum Beispiel an der Fußsohle oder unter den Zehen. Deswegen wachsen Dornwarzen nicht nach außen, sondern nach innen. Wie ein Dorn wuchern die Warzen ins Fußinnere. Drücken sie schließlich auf Nerven oder die Knochenhaut, können die teils heftigen Schmerzen beim Gehen und Stehen entstehen. Dornwarzen sind für den Betroffenen leicht zu erkennen. Sie sind in der Regel flach und von gelb-bräunlicher Farbe mit einem oder mehreren schwarzen Punkten in der Mitte. Je schneller die Warze entdeckt wird, desto besser stehen die Chancen, sie schnell und erfolgreich selbst behandeln zu können.

Wie Dornwarzen entstehen

Die meisten Warzenarten werden durch eine Infektion mit humanen Papillomaviren (HPV) ausgelöst. Vor allem in feuchten und warmen Umgebungen, in denen viele Menschen barfuß unterwegs sind, kommt man mit diesen in Berührung. Der bloße Kontakt reicht in der Regel nicht für eine Ansteckung mit Dornwarzen aus. Kleinere und größere Verletzungen am Fuß oder ein geschwächtes Immunsystem können jedoch dazu beitragen, dass die Viren in die Haut eindringen und sich dort vermehren.

Da Dornwarzen durch Viren verursacht werden, sind sie ansteckend. Um eine Ausbreitung am eigenen Körper zu vermeiden, sollte man nicht an ihnen kratzen und sich nach Berührung oder Behandlung immer sehr gründlich die Hände waschen. Gleiches gilt, um eine Ansteckung des Familien- und Bekanntenkreises zu verhindern. Auf Barfußlaufen zuhause oder das gemeinsame Benutzen von Handtüchern sollte erst einmal nach Möglichkeit verzichtet werden.

Behandlung

Nicht allein der beim Auftreten ausgelöste Schmerz an der Fußsohle macht eine Behandlung notwendig. Oftmals versuchen Betroffene den Schmerz beim Laufen zu vermeiden, indem sie die Füße so aufsetzen, dass die Warze nicht belastet wird. Im schlimmsten Fall kann eine längere Schonhaltung zu Fehlstellungen des Fußes beitragen. Inzwischen gibt es glücklicherweise Mittel in der Apotheke, um Dornwarzen zu Hause zu behandeln. Neben den langwierigen Methoden zur Abtragung der Hornhaut, die regelmäßig auf die Warze aufgetragen werden müssen, hat sich die sogenannte Kryotherapie als wirksam und anwenderfreundlich erwiesen. In vielen Fällen reicht bereits eine erste Vereisung aus. Weil Dornwarzen aber zu den sehr hartnäckigen Warzenarten gehören, kann die Anwendung bei Bedarf aber noch zwei bis dreimal in Abständen von 14 Tagen wiederholt werden. Auf keinen Fall sollte man selbst versuchen Dornwarzen wegzuschneiden.

Sollte die Selbstbehandlung nicht anschlagen, der Warzenbefall sich ausbreiten oder die Warze sich entzünden, empfiehlt sich ein Arztbesuch.

Dornwarzen vorbeugen, Schmerzen an der Fußsohle vermeiden

Die Behandlung von Dornwarzen kann längere Zeit dauern. Umso besser also, sich gar nicht erst anzustecken. Nach einer erfolgreichen Dornwarzenbehandlung besteht für Betroffene zudem das Risiko einer erneuten Infektion. Damit schmerzende Fußsohlen endgültig der Vergangenheit angehören, gibt es ein paar allgemeine Tipps zu beachten:

  • Ansteckungsrisiko: Umkleiden, Schwimmbäder und Duschräume sollten nur mit Badelatschen besucht werden, niemals barfuß. Hier fühlen die Viren sich besonders wohl, was die Gefahr einer Ansteckung erhöht.
     
  • Direkten Kontakt vermeiden: Je weniger man die Warze berührt, desto geringer die Chancen, sich und andere anzustecken.
     
  • Händewaschen und -desinfizieren: Vor allem nach der Selbstbehandlung ist regelmäßiges Waschen und Desinfizieren der Hände wichtig, um eine Ausbreitung zu vermeiden.
     
  • Haut gepflegt halten: Trockene Haut neigt dazu, rissig zu werden, wodurch die Viren eindringen können. Regelmäßiges Eincremen der Füße stärkt die Haut und somit die Abwehr.
     
  • Immunsystem pflegen: Je fitter das Immunsystem, desto geringer die Chance der HPV, den Körper zu infizieren.
     
  • Textilien bei mindestens 60°C waschen: Erst ab einer Wäsche von 60°C werden Viren effektiv reduziert. Deshalb sollten Textilien, die häufig mit den Füßen in Kontakt kommen, möglichst oft gewaschen werden, solange die Behandlung andauert. Weil die Bakterien sehr lange überleben können, sollte man dies noch einige Zeit über die Behandlung hinaus beibehalten.