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Stielwarzen vereisen

Eisige Zeiten für stielartige Hautwucherungen

Anders als bei gewöhnlichen Warzen handelt es sich bei Stielwarzen (Fibromen) um gutartige Wucherungen der Hautzellen, die nicht über ein Virus übertragen werden. Die harmlosen Stielwarzen sind in der Regel weder gefährlich noch schmerzhaft. Allerdings empfinden sie viele Betroffene als optisch störend und entscheiden sich daher zu einer Entfernung.

schimmernder Eiskristall

Kryotherapie: Stielwarzen vereisen

Als eine einfache Methode hat sich in der Medizin die Vereisungstherapie (Kryotherapie) bewährt. Diese ist sowohl beim Dermatologen als auch für die Behandlung zu Hause gut geeignet, um Stielwarzen die kalte Schulter zu zeigen.

Die Vereisungsmethode beim Hautarzt

Neben der Entfernung von Stielwarzen mit einem Skalpell oder einer sterilen Schere nutzen viele Hautärzte auch die Kryotherapie (kryos = Kälte). Diese wird auch zur Entfernung von gewöhnlichen Warzen und Dornwarzen angewendet. Das liegt vor allem daran, dass die Vereisungsmethode unkompliziert und sicher durchzuführen ist. Zudem ist sie für die meisten Betroffenen schmerzarm und kann ohne Betäubung durchgeführt werden. Bei der Kryotherapie wird das veränderte Warzengewebe unter großem Kälteeinfluss behandelt, um die Hautzellen abzutöten und das Absterben der Warze zu erreichen. In der Arztpraxis werden während der Behandlung Temperaturen um –196 °C erreicht. Hierbei trägt der Dermatologe mit Hilfe eines Applikators flüssigen Stickstoff auf die Warze auf, um die infizierten Zellen gezielt einzufrieren.

Was passiert bei der Vereisung genau?

In nur wenigen Sekunden gelangt die Kälte in das Hautgewebe und das Fibrom wird zerstört. Sobald das Gewebe wieder auftaut, kann es zu einem kurzen Stechen kommen, welches nach nur wenigen Minuten wieder nachlässt. Nach etwa 10-14 Tagen löst sich das abgestorbene Gewebe von der Hautoberfläche und fällt ab. Die Stielwarze ist entfernt, neue und gesunde Haut kommt zum Vorschein. Bei der Vereisung von Stielwarzen wird in vielen Fällen sowohl vom Arzt als auch bei der Behandlung zu Hause ein präziser Metall-Applikator verwendet. Im Unterschied zum Spray ermöglicht die Metallspitze ein besonders gezieltes Vereisen der Warze und lässt das gesunde Gewebe rund um die Warze unbeschädigt.

Vorteile der Kryotherapie

  • Schnell und effektiv
  • Schmerzarm
  • Umliegendes Gewebe wird wenig bis gar nicht geschädigt
  • Es verbleiben keine Narben
  • Ohne Betäubung
  • Selbstbehandlung möglich

 

Selbstbehandlung durch Vereisung

Mittlerweile gibt es für Stielwarzen spezielle Produkte, die rezeptfrei in der Apotheke erhältlich sind und eine Vereisung der Stielwarze zu Hause schnell und einfach ermöglichen. Hierbei wird das Fibrom mit Hilfe einer gefrorenen Metallspitze vereist und die Zellen abgetötet. Ein speziell entwickelter Fixierungsring verhindert, dass die weiche Stielwarze beim Vorgang wegrutscht und die umliegende Haut verletzt wird. Die Temperatur ist bei den Applikationen für die Kryotherapie zu Hause aus Sicherheitsgründen nicht so niedrig wie bei der Vereisungsmethode beim Hautarzt. Wenige Minuten nach dem Vereisen nimmt die Warze einen helleren, weißlichen Farbton an. In einigen Fällen bildet sich im Laufe der weiteren Tage eine rötliche Blase. Unter ihr bildet sich bereits die neue, gesunde Haut. Sobald die Blase abflacht und die Warze abgestorben ist, kommt die neue Haut zum Vorschein. Diese Prozedur kann etwa 10 bis 14 Tage dauern.

In sieben Schritten Stielwarzen selbst vereisen:

Schritt 1: Packungsbeilage gut durchlesen

Schritt 2: Hautstelle gründlich reinigen und desinfizieren

Schritt 3: Aktivierung der Kälte und Behandlung wie auf der Packungsbeilage beschrieben durchführen

Schritt 4: Angegebene Zeit der Vereisung genau einhalten

Schritt 5: Behandelte Haut ein bis zwei Wochen ruhen lassen

Schritt 6: Behandelte Hautpartie gut vor UV-Strahlen schützen und auf keinen Fall kratzen

Schritt 7: Gegebenenfalls nach 14 Tagen die Behandlung wiederholen